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SGL Carbon steigert Umsatz zum Halbjahr 2019 und bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr

Die wichtigsten Kennzahlen der SGL Carbon aus dem Halbjahresbericht 2019

Die wichtigsten Kennzahlen der SGL Carbon aus dem Halbjahresbericht 2019

Auf einen Blick: 

  • Konzernumsatz steigt um rund 6 Prozent auf 562 Millionen Euro dank organischen Wachstums in den Marktsegmenten Digitalisierung, Energie und Chemie
  • Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen bei knapp 38 Millionen Euro; bereinigt um positiven Einmaleffekt im Vorjahr damit rund 2 Millionen Euro unter der Vorjahresperiode
  • EBIT im Geschäftsbereich Composites – Fibers & Materials (CFM) im zweiten Quartal gegenüber Vorquartal leicht verbessert; Geschäftsbereich Graphite Materials & Systems (GMS) liegt leicht unter Rekordergebnis des ersten Quartals
  • Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 bestätigt
  • Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon: „Trotz der sich weltweit abkühlenden Konjunktur hatten wir speziell in den Märkten Digitalisierung, Energie und Chemie eine weiterhin hohe Nachfrage nach unseren Lösungen“
  • Erfolgreiche Platzierung einer Unternehmensanleihe über 250 Millionen Euro im April
  • BMW-Darlehen zur Finanzierung des ehemaligen Gemeinschaftsunternehmens SGL ACF Ende Juni zurückgezahlt; Wandelanleihe 2015/2020 im Juli vorzeitig zurückgekauft

In einer sich abschwächenden globalen Weltwirtschaft hat sich die SGL Carbon im ersten Halbjahr 2019 gut behauptet. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 6 Prozent auf 562 Millionen Euro. Bereinigt um einen positiven Einmaleffekt in Höhe von rund 4 Millionen Euro aus dem Vorjahr lag das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen mit 38 Millionen Euro rund 2 Millionen Euro unter der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Geschäftsbereich Composites – Fibers & Materials (CFM) verzeichnete dabei einen deutlichen Ergebnisrückgang, während der Geschäftsbereich Graphite Materials & Systems (GMS) sein operatives Ergebnis deutlich verbessert hat. Die SGL Carbon bestätigt ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2019 und erwartet einen mittleren einstelligen prozentualen Umsatzanstieg und ein EBIT vor Sondereinflüssen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Konzernergebnis soll wie avisiert ausgeglichen ausfallen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr durch einen nicht zahlungswirksamen positiven Sondereffekt in Höhe von rund 28 Millionen Euro aus der Erstkonsolidierung von SGL ACF begünstigt wurde. Darüber hinaus plant das Unternehmen für das Jahr 2019 eine Mehrbelastung im Finanzergebnis aufgrund der durchgeführten Refinanzierungsmaßnahmen.

„Trotz der sich weltweit abkühlenden Konjunktur hatten wir speziell in den Märkten Digitalisierung, Energie und Chemie eine weiterhin hohe Nachfrage nach unseren Lösungen“, sagt Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon. „Der Geschäftsbereich GMS wird sich wie erwartet auf dem hohen Vorjahresniveau bewegen. Im Geschäftsbereich CFM haben wir nach dem eher schwachen ersten Halbjahr umfangreiche Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung eingeleitet. In Summe bestätigen wir unsere Prognose für das laufende Jahr.“

Im ersten Halbjahr 2019 hat die SGL Carbon ihren Umsatz um 6,1 Prozent auf 561,5 (Vorjahr: 529,3) Millionen Euro erhöht. Der Anstieg ging vor allem auf höhere Auslieferungen sowie Preissteigerungen im Geschäftsbereich GMS zurück. Das EBIT vor Sondereinflüssen sank zwar um 14,5 Prozent auf 37,8 (Vorjahr: 44,2) Millionen Euro, allerdings war in der Vorjahresperiode ein Ertrag von 3,9 Millionen Euro aus einem Grundstücksverkauf enthalten. Bereinigt um diesen Effekt hat sich das EBIT vor Sondereinflüssen um 6 Prozent verringert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der deutliche Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich CFM nicht vollständig durch die operativen Ergebnisverbesserungen im Geschäftsbereich GMS und im Berichtssegment Corporate kompensiert werden konnten. Die Kapitalrendite (ROCE) auf Basis des EBIT vor Sondereinflüssen lag im ersten Halbjahr bei 4,6 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Das EBIT nach Sondereinflüssen reduzierte sich auf 33,5 (Vorjahr: 71,0) Millionen Euro. Maßgeblich für diese Entwicklung waren die hohen positiven Sondereinflüsse im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2018 war aus dem Übergang auf die Vollkonsolidierung des ehemaligen Joint Ventures mit der BMW Group (SGL ACF) eine Anpassung an den Fair Value der anteilig konsolidierten Beteiligung zum Akquisitionszeitpunkt erforderlich. Dies führte in der Vorjahresperiode zu einem positiven Ergebnisbeitrag von 28,4 Millionen Euro. Wegen des Wegfalls der positiven Sondereinflüsse aus dem Vorjahr sowie eines verschlechterten Finanzergebnisses in der Berichtsperiode ging das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern deutlich von 57,3 Millionen Euro auf 14,8 Millionen Euro zurück. Nach Steuern lag das Konzernergebnis bei 10,1 (Vorjahr: 47,3) Millionen Euro.

Composites - Fibers & Materials (CFM): Temporär ungünstiger Produktmix, Auslieferungsverschiebungen sowie das schwache erste Quartal im Marktsegment Textile Fasern prägen EBIT im ersten Halbjahr

Die Umsätze des Geschäftsbereichs CFM verblieben mit 219,4 Millionen Euro wie erwartet in etwa auf dem Vorjahresniveau (währungsbereinigt: minus 3 Prozent). Während das Marktsegment Windenergie wie im ersten Quartal ein starkes Wachstum gegenüber dem sehr schwachen Vorjahr verzeichnete, ging der Umsatz im Segment Industrielle Anwendungen aufgrund der sich abschwächenden Weltwirtschaft im ersten Halbjahr zurück. Wegen der unterschiedlichen zeitlichen Verteilung der Projektabrechnungen lag das Marktsegment Luftfahrt ebenfalls noch unter Vorjahr. In den Bereichen Automobil und Textile Fasern verblieben die Umsätze nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT vor Sondereinflüssen verbesserte sich im zweiten Quartal leicht gegenüber dem schwachen ersten Quartal und reflektierte vor allem die Ergebnisverbesserung im Marktsegment Textile Fasern. Es blieb jedoch mit 2,8 (Vorjahr: 17,3) Millionen Euro im ersten Halbjahr deutlich unter dem Vorjahresniveau. Damit sank die EBIT-Marge von 7,7 Prozent im Vorjahr auf 1,3 Prozent. Hauptgrund war der Ergebnisrückgang in den Marktsegmenten Automobil und Luftfahrt aufgrund eines temporär ungünstigen Produktmixes beziehungsweise eines veränderten Abrechnungszyklus. Das Segment Windenergie verzeichnete ebenfalls einen Ergebnisrückgang, zurückzuführen auf eine extern verursachte Auslieferungsverschiebung in das zweite Halbjahr sowie einen vorübergehend ungünstigeren Produktmix. Der Ergebnisrückgang im Marktsegment Textile Fasern ist auf die ungünstige Margenentwicklung im ersten Quartal zurückzuführen, die sich bereits im zweiten Quartal verbessert hat. Diese Entwicklungen konnten nicht durch die Ergebnissteigerung im Segment Industrielle Anwendungen kompensiert werden. Die Kapitalrendite (ROCE) des Geschäftsbereichs CFM auf Basis des EBIT vor Sondereinflüssen lag bei 0,9 (Vorjahr: 5,3) Prozent.

Graphite Materials & Systems (GMS): Umsatz deutlich erhöht in den meisten Marktsegmenten; Ergebnis überproportional gestiegen

Der Umsatz des Geschäftsbereichs GMS lag im ersten Halbjahr 2019 mit 321,0 (Vorjahr: 288,0) Millionen Euro rund 12 Prozent (währungsbereinigt: plus 9 Prozent) über dem Vorjahresniveau. Haupttreiber waren die Segmente Halbleiter und LED, die ihre Umsätze prozentual deutlich zweistellig steigerten. Auch das Segment Automobil & Transport wuchs überdurchschnittlich um mehr als 30 Prozent. Der Umsatz in den Segmenten Industrielle Anwendungen und Chemie legte mit plus 10 Prozent ebenfalls deutlich zu. Im Segment Batterie & sonstige Energie verblieb er wie erwartet leicht unter Vorjahresniveau, während der Umsatz im Solarbereich erneut unter das Vorjahresniveau begrenzt wurde, um Halbeiter- und LED-Kunden bevorzugt zu bedienen. Insgesamt stieg das EBIT vor Sondereinflüssen überproportional um 21 Prozent auf 48,5 (Vorjahr: 40,0) Millionen Euro. Entsprechend stieg die EBIT-Marge von 13,9 auf 15,1 Prozent durch verbesserte Ergebnisse in den meisten Marktsegmenten. Im Marktsegment Solar lag das Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau. Trotz gestiegener Umsätze sank das Ergebnis im Marktsegment Automobil & Transport aufgrund der bei neuen Projekten üblichen Anlaufkosten, die sich im Jahresverlauf verringern werden. Die Kapitalrendite (ROCE) des Geschäftsbereichs GMS auf Basis des EBIT vor Sondereinflüssen lag bei 16,8 (Vorjahr: 14,8) Prozent.

Corporate: Umsatz gestiegen; Ergebnis auf Vorjahresniveau

Der Umsatz im Berichtssegment Corporate ist im ersten Quartal um 20 Prozent (kein Währungseffekt) auf 21,1 (Vorjahr: 17,6) Millionen Euro gestiegen. Grund waren höhere Umsätze im Marktsegment Energie. Hierbei handelt es sich um Umsätze der zentralen Entwicklungsabteilung (Central Innovation), die sich auf 5,3 Millionen Euro fast verdoppelt haben. Haupttreiber für diese Entwicklung war das Geschäft mit Brennstoffzellenkomponenten. Mit minus 13,5 Millionen Euro lag das EBIT vor Sondereinflüssen des Segments Corporate auf dem Vorjahresniveau, das allerdings einen positiven Effekt in Höhe von 3,9 Millionen Euro aus einem Grundstücksverkauf in Kanada beinhaltete. Um diesen Effekt bereinigt verbesserte sich das Ergebnis deutlich wegen geringerer Kosten im Zusammenhang mit dem im Vorjahr eingeführten Operations Management System (OMS), hoher Einmalerträge aus Serviceleistungen an den Käufer des Graphitelektrodengeschäfts sowie geringerer Netto-Aufwendungen der zentralen Forschungsaktivitäten. Diese lagen um 0,7 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau aufgrund höherer Ergebnisbeiträge aus dem Geschäft mit Brennstoffzellenkomponenten.

Free Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten erneut deutlich verbessert

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit der fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich im ersten Halbjahr 2019 deutlich um 23,2 Millionen Euro auf 15,4 (Vorjahr: minus 7,8) Millionen Euro. Ursache war vor allem der reduzierte Aufbau des Nettoumlaufvermögens. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verringerte sich von minus 31,2 Millionen Euro auf minus 24,6 Millionen Euro, wobei der Vorjahreswert unter anderem einen Mittelabfluss von 23,1 Millionen Euro aus dem Erwerb der SGL Composites-Gesellschaft in Wackersdorf enthielt. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich deutlich um 53 Prozent auf 33,6 (Vorjahr: 21,9) Millionen Euro. Der Free Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich deutlich auf minus 9,2 (Vorjahr: minus 39,0) Millionen Euro.

Per 30. Juni 2019 lag die Bilanzsumme der SGL Carbon bei 1.784,7 Millionen Euro und verlängerte sich damit um 12,6 Prozent gegenüber dem Jahresendwert (31. Dezember 2018: 1.585,1 Millionen Euro). Maßgeblich hierfür war der Mittelzufluss aus der im April 2019 begebenen Unternehmensanleihe. Das Eigenkapital sank um 4,8 Prozent auf 506,2 Millionen Euro, unter anderem wegen der erfolgsneutralen Anpassung der Zinsen für Pensionsrückstellungen an das niedrige Zinsumfeld in Deutschland und den USA. Zur Jahresmitte ging die Eigenkapitalquote auf 28,4 Prozent zurück (31. Dezember 2018: 33,5 Prozent). Neben der Anpassung der Pensionszinsen machte sich insbesondere die temporär gestiegene Bilanzsumme bemerkbar. Bereinigt um die im Juli 2019 durchgeführte vollständige Rückzahlung der Wandelanleihe 2015/2020 und die damit einhergehende Verringerung der Bilanzsumme ergibt sich zur Jahresmitte eine pro forma Eigenkapitalquote von 31,5 Prozent.

Im April 2019 hat die SGL Carbon eine Unternehmensanleihe in Höhe von 250 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis September 2024 erfolgreich platziert. Den Emissionserlös hat das Unternehmen zur Vorfinanzierung der Wandelanleihe 2015/2020, zur vollständigen Rückzahlung eines Darlehens von BMW im Zusammenhang mit der Übernahme des ehemaligen BMW-Gemeinschaftsunternehmens SGL ACF und für die Begleichung der Transaktionskosten der Unternehmensanleihe verwendet. Das Darlehen an die BMW Group wurde Ende Juni zurückgezahlt, die Wandelanleihe im Juli 2019 vollständig zurückgekauft.

SGL Carbon bestätigt Prognose für 2019

Das Geschäftsjahr 2018 war geprägt von positiven Effekten aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 sowie von positiven Sondereinflüssen aus der Vollkonsolidierung der ehemaligen SGL ACF. Diese beeinflussen aufgrund der hohen Ausgangsbasis die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Darüber hinaus nimmt die SGL Carbon die Berichte über eine sich weltweit abkühlende gesamtwirtschaftliche Entwicklung zur Kenntnis. Dennoch geht das Unternehmen unverändert von einem mittleren einstelligen prozentualen Anstieg im Konzernumsatz 2019 aus, der vor allem mengengetrieben ist. Das Konzern-EBIT (vor Sondereinflüssen und Kaufpreisallokation) sollte sich nach dem sehr deutlichen Zuwachs im Vorjahr auf diesem Niveau stabilisieren.

Nach einem Konzern-Jahresüberschuss von rund 41 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018 dürfte das Konzernergebnis im Jahr 2019 ausgeglichen sein. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr durch einen nicht zahlungswirksamen positiven Sonderertrag in Höhe von rund 28 Millionen Euro aus der Vollkonsolidierung von SGL ACF begünstigt wurde. Darüber hinaus plant die SGL Carbon für das Jahr 2019 eine Mehrbelastung im Finanzergebnis im Wesentlichen wegen Einmaleffekten in Verbindung mit dem vorzeitigen Rückkauf der Wandelanleihe 2015/2020 und aus der Begebung der Unternehmensanleihe im April 2019 zur Refinanzierung der Ende 2020 anfallenden Fälligkeiten. Mit dieser Anleihe sowie dem im Januar abgeschlossenen syndizierten Kredit über 175 Millionen Euro sind die Refinanzierungsmaßnahmen abgeschlossen und das Unternehmen im Hinblick auf bestehende Finanzverbindlichkeiten bis zum Jahr 2023 durchfinanziert.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die SGL Carbon unverändert ein Investitionsbudget von rund 100 Millionen Euro nach 78 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr. Die Nettofinanzschulden zum Jahresende 2019 sollten vor allem aufgrund höherer Investitionen sowie steigender Zinsaufwendungen um einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag höher liegen als zum Jahresende 2018. Die SGL Carbon bleibt aber dennoch innerhalb ihrer Zielsetzung für eine Verschuldungsquote, also dem Verhältnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA, von unter 2,5. Das Ziel für einen Verschuldungsgrad von etwa 0,5 könnte – wie bereits angekündigt – aufgrund der zusätzlichen Investitionen in den Jahren 2019 bis 2021 temporär überschritten werden.

Prognose CFM: Weiterhin prozentual mittleres einstelliges Umsatzwachstum bei etwa gleichbleibendem EBIT avisiert

Wie zur Vorlage des Zwischenberichts über das erste Quartal prognostiziert, war das Auftaktquartal für das Berichtssegment CFM das schwächste Quartal in diesem Jahr. Bereits im zweiten Quartal konnte die SGL Carbon dieses Ergebnis verbessern, allerdings noch nicht in einem wesentlichen Ausmaß. Dennoch hält das Unternehmen an der bisherigen Jahresprognose fest, auch wenn sich das Marktsegment Industrielle Anwendungen schwächer als erwartet entwickelt und die Risiken für die Zielerreichung aufgrund des langsam angelaufenen ersten Halbjahres gestiegen sind. Daher hat das Unternehmen umfangreiche Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung vor allem im Marktsegment Textile Fasern eingeleitet, die zum Teil noch in diesem Jahr ergebniswirksam sein sollten.

Nach wie vor erwartet die SGL Carbon für CFM eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich, getrieben vor allem durch höheres Mengenwachstum. Das EBIT vor Sondereinflüssen in diesem Geschäftsbereich sollte sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, da das Unternehmen im zweiten Halbjahr höhere Projektabrechnungen (Marktsegment Luftfahrt) und einen verbesserten Produktmix (Marktsegment Automobil) erwartet. Darüber hinaus sollte das Ergebnis im zweiten Halbjahr von den eingeleiteten Ergebnisverbesserungsmaßnahmen profitieren.

Prognose GMS: Umsatz und Ergebnis voraussichtlich auf hohem Vorjahresniveau

Der Umsatz im Berichtssegment GMS war im Vorjahr stark positiv beeinflusst von der erstmaligen Anwendung von IFRS 15. Vor diesem Hintergrund erwartet die SGL Carbon für das Geschäftsjahr 2019 weiterhin einen Umsatz in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Das gleiche gilt für das EBIT im Geschäftsbereich GMS, das auch durch positive IFRS 15-Effekte begünstigt wurde. Trotz des starken ersten Quartals erwartet die SGL Carbon im Geschäftsjahr 2019 ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr, da das Unternehmen im zweiten Halbjahr etwas weniger Mengen plant und gezielt Bestände abbauen will, die zu einer verringerten Fixkostenabsorption führen, aber den Cashflow verbessern. Der Geschäftsbereich GMS sollte daher die Ziel-EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) von 12 Prozent erneut übertreffen und damit untermauern, dass dieses Geschäftsmodell auch in einem sich abschwächenden weltwirtschaftlichen Umfeld robust ist.

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Andreas Pütz
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